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Telemann-Stiftung 
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Die Bronze von Gertraud Wendlandt

Naturgemäß existieren Unterschiede zwischen der Terrakotta und der Bronze der Bildhauerin Gertraud Wendlandt.



 

Das beginnt mit den Materialen. Die Arbeit aus der „gebrannten Erde“ wirkt natürlich erst einmal weniger nachhaltig, das Material ist günstiger, zudem strahlt sie in jedem Fall bodenständig, natürlich aus. Hinzu kommt, was bei einer Terrakotta besonders stark in Erscheinung tritt, die Technik der Künstlerin, Skulpturen aus immer und immer übereinander aufgelegten Stücken rund um zu entwickeln, wodurch die Ausstrahlung eine ungeahnte Lebendigkeit erhält, auf Glättung und Ästhetisierung verzichtend, ist die Natur zuletzt ohnehin nicht zu überhöhen und soll eine Skulptur auch nicht das Abbild der Ansicht, sondern der Ausdruck des Objektes und seines Wesens im Raum vermitteln. Sie ist eine etwas spröde, damit aber auch sehr viel mehr unmittelbare Arbeit und wirkt eben auch frischer und lebendiger, entspricht ein wenig auch der heutigen Form der offenen Interpretation des Werkes des Meisters.



 

Die Bronze dagegen ist bedingt durch das edle Material nicht allein teurer in der Herstellung, sondern vermittelt auch mehr Eleganz, mehr Material-Wertigkeit und etwas auch von Ewigkeit. Eine Bronze derselben Person erscheint gewichtiger, sie wirkt auf uns feierlicher und zudem auch empfindsamer in ihrer Wirkung. Das Material ist verdichteter, damit kommt es einer Vergeistigung des Dargestellten immer auch etwas näher. Diese Eigenschaften der Bronze spiegeln im eigentlichen Sinne eben jene Unvergänglichkeit des Werkes Telemanns wider, durch die wir heute noch in ihren Genuss kommen. François Maher Presley

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